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macos low power mode

Anlässlich der Ankündigung eines “Pro-Mode” im nächsten macOS argumentiert Marco Arment für einen Low-Power-Mode. Der Pro Mode stellt die verfügbare Leistung eines Macs dauerhaft bereit, auch wenn die Batterie leidet und der Lüfter aufdreht. Arment argumentiert, dass das Gegenteil davon sehr viel praktikabler wäre, da die derzeitige Leistungsfähigkeit mehr als ausreichend sei und aufgrund der Entwicklung zu immer dünneren Notebooks die aktuellen Macs am termalen Limit operieren (Betriebstemperaturen über 90 Grad sind keine Seltenheit!). Am IPhone gibt es einen solchen Low-Power-Mode bereits, hier werden dann Aktualisierungsintervalle der Hintergrundanwendungen heruntergesetzt und andere Optimierungen angewendet um die Akkulaufzeit zu erhöhen.

Bis Apple auch in macOS einen speziellen Modus bereitstellt, kann beretis jetzt die Akkulaufzeit um bis zu 30% erhöht werden wenn der “Turbo-Boost” der Prozessoren deaktiviert wird. Turboboost ist eine Technik, die bei Bedarf die Taktfrequenz einer CPU kurzzeitig heraufsetzt um beispielsweise ruckelfreies scrollen auf Webseiten zu ermöglichen, wobei natürlich der Stromverbrauch nach oben geht. Mittels der Software “Turbo Boost Switcher” kann dieser Mechanismus ausgeschaltet werden. Leider ist die Schnittstelle, welche das ermöglicht veraltet. Ob die Software auch nach macOS 10.15 funktioniert weiss ich nicht, schon jetzt kommt nach jedem RUhezustand des Notebooks eine nervige Passwortabfrage. Auf meinem Macbook 12 von 2017 lohnt es sich aber definitiv. Der Akku hält nun deutlich über 10 Stunden. Auch wenn die fehlende Performance bei einem low-end-Gerät schon spürbar ist, kann trotzdem die alltägliche Nutzung aus surfen, schreiben und Musik hören ohne Einschränkungen erfolgen. Bei Bedarf kann jederzeit der Turboboost wieder aktiviert werden, selbstredent ohne Neustart o.Ä. Für weitere Details und Messugnen sei auf einen älteren Post in Marco Arments Blog verwiesen.

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